Erasmus+ 2026: Ein Programm mit 5,2 Milliarden Euro und Fokus auf Kompetenzen und Zusammenarbeit
Die offizielle Ankündigung zu Erasmus+ 2026 sieht rund 5,2 Milliarden Euro für Mobilität und Zusammenarbeit vor. Universitäten und Bildungseinrichtungen sollten ihre Projektpläne auf Kompetenzen, Inklusion und die maßnahmenspezifischen Anforderungen ausrichten.
Was die offizielle Ankündigung besagt
Die Ankündigung der Europäischen Kommission zu Erasmus+ vom 13. November 2025 beziffert das Programmbudget für 2026 auf rund 5,2 Milliarden Euro. Es unterstützt grenzüberschreitende Mobilität und Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport.
Die Ankündigung rückt die Entwicklung von Kompetenzen ins Zentrum des Programms: Grundkompetenzen und digitale Kompetenzen, grüne Kompetenzen, bürgerschaftliches Engagement sowie weitere Fähigkeiten, die Beschäftigung und lebenslanges Lernen fördern. Außerdem bekräftigt sie das Engagement des Programms für Inklusion und die Unterstützung ukrainischer Lernender, die vom Krieg betroffen sind.
Das Gesamtbudget bezieht sich auf das gesamte Programm. Es gibt nicht an, welcher Zuschuss einer bestimmten Universität, Partnerschaft oder Maßnahme zur Verfügung steht.
Eine neue Maßnahme für den Schulbereich – keine allgemeine Regel für Universitäten
Eine in der Ankündigung hervorgehobene Neuerung sind europäische Partnerschaften für die Schulentwicklung. Sie sollen Partnerschaften und Mobilität im Schulbereich fördern und Organisationen dabei unterstützen, innovative Unterrichtsmethoden zu erproben und umzusetzen.
Antragstellende aus dem Hochschulbereich sollten diese Initiative für Schulen von den Regelungen ihrer eigenen Erasmus+-Maßnahme unterscheiden. Eine neue Möglichkeit in einem Programmteil ändert nicht automatisch die Förderfähigkeit, Bewertungskriterien oder Finanzierungsmodalitäten in einem anderen.
Für Universitäten sind weiterhin der maßnahmenspezifische Programmleitfaden und die Antragsunterlagen der richtige Ausgangspunkt.
Setzen Sie politische Prioritäten in ein konkretes Projekt um
Ein Antrag ist überzeugender, wenn er den Bildungsbedarf praktisch erläutert. Statt allgemeine Prioritäten aufzuzählen, sollten Sie die betroffenen Lernenden, Mitarbeitenden oder Einrichtungen benennen und zeigen, was sich für sie durch die Partnerschaft ändern wird.
Eine frühe Projektskizze sollte folgende Fragen beantworten:
1. Welches Problem oder welche Kompetenzlücke ist durch Belege nachgewiesen?
2. Warum ist internationale Zusammenarbeit erforderlich?
3. Welchen Beitrag leistet jeder Partner?
4. Welche Aktivitäten und Ergebnisse entsprechen unmittelbar dem ermittelten Bedarf?
5. Wie werden Fortschritte und Ergebnisse bewertet?
6. Wie bleiben die Ergebnisse nach Ende der geförderten Aktivitäten nützlich?
Wo relevant, sollte sich Inklusion in den Teilnahme-, Zugangs- und Umsetzungsbedingungen widerspiegeln. Digitale oder ökologische Prioritäten sollten mit glaubwürdigen Aktivitäten und Ergebnissen verknüpft sein, statt als isolierte Schlagwörter hinzugefügt zu werden.
Klären Sie den Antragsweg und die aktuelle Frist
Die offizielle Ankündigung erläutert, dass viele Anträge von Nationalen Agenturen bearbeitet werden, während bestimmte zentral verwaltete Maßnahmen in den Zuständigkeitsbereich der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) fallen. Antragstellende müssen den Antragsweg für die konkrete Maßnahme prüfen, die sie verfolgen möchten.
Diese Zusammenfassung bedeutet nicht, dass alle Ausschreibungen für 2026 noch offen sind. Die ursprüngliche Ankündigung wurde im November 2025 veröffentlicht, und die Fristen unterscheiden sich je nach Maßnahme. Prüfen Sie vor der Einreichungsplanung den aktuellen Programmleitfaden, die zuständige Agentur und etwaige offizielle Änderungen.
Vorbereitung einer Hochschulpartnerschaft
Universitäten profitieren davon, die Projektlogik, die Zuständigkeiten der Partner und den Nachweisbedarf abzustimmen, bevor sie den vollständigen Antrag ausarbeiten. Ein gemeinsames Verständnis des Bedarfs und der angestrebten Ergebnisse erleichtert es, die Darstellung, Aktivitäten und das Budget aufeinander abzustimmen.
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Offizielle Quellen
- Erasmus+: Ankündigung der Fördermittelausschreibung 2026, 13. November 2025